Umweltschutz

Bei der Planung großer Infrastrukturprojekte spielt der Schutz von Umwelt und Natur eine bedeutende Rolle. Dabei sind die Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes und des Umwelt-Leitfadens des EBA sowie weitere Gesetze und Richtlinien zu beachten. Hierzu gehören beispielsweise die EU-Richtlinie Fauna-Flora-Habitat (FFH) sowie die EU-Richtlinie zum Vogel- und zum speziellen Artenschutz.

Grundlage der Planungen ist die gesetzlich geregelte und von unabhängigen Gutachtern erstellte Umweltverträglichkeitsstudie (UVS). Sie stellt sicher, dass die Auswirkungen eines Vorhabens auf Menschen, Tiere, Umwelt und Natur umfassend ermittelt, analysiert und bewertet werden. Auf Basis der Prüfungsergebnisse erarbeitet die Deutsche Bahn den Landschaftspflegerischen Begleitplan (LPB) und stimmt diesen mit den zuständigen Landesbehörden ab. Der LBP enthält unter anderem eine Eingriffsbewertung und -bilanzierung sowie die Kompensationsplanung mit Maßnahmen zum Ausgleich von Eingriffen.

Im Zuge von Kompensationsmaßnahmen wird wertvoller Magerrasen durch Beweidung erhalten. (Beispiel)

Aufgrund der langen Tunnelstrecken stellt die Umfahrungsspange Schwarzkopftunnel im Vergleich zur Bestandstrasse eine deutliche Verringerung des Zerschneidungseffekts auf die Landschaft dar. Dies wirkt sich auch positiv auf die in den Gebieten beheimateten Tierarten aus. Zwischen Laufach und Heigenbrücken verkürzt sich die Eisenbahnstrecke um rund 500 Meter. Von den circa 6,8 Kilometern offen geführter Strecke bleiben künftig nur noch rund 2,8 Kilometer oberirdisch erhalten. Die alte Bahnstrecke wird renaturiert ebenso wie die bauzeitlich beanspruchten Flächen. Die Ablagerungsflächen werden aufgeforstet und dienen damit später als wieder als Lebensraum für Tiere.

Fledermäuse und Amphibien finden in ehemaligen Bunkeranlagen ein neues Zuhause. (Beispiel)

Der Großteil der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wird im gleichen Naturraum umgesetzt. Dabei handelt es sich beispielsweise um den Rückbau von Gleisanlagen und die Renaturierung von bislang versiegelten Flächen sowie Bächen, die Entwicklung von Laub- und Feuchtwäldern, von Altholzbeständen, Hecken und Obstbäumen. Zudem werden Stillgewässer neu angelegt und ehemalige Bunkeranlagen zu Fledermaus- und Amphibienquartieren umgebaut.

Insgesamt werden über 50 Hektar Kompensationsmaßnahmen umgesetzt. Dafür werden mehr als drei Millionen Euro aufgewendet.

Aktuelle Meldungen

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Bildergalerie: Baustellenimpressionen

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Signalanlieferung zwischen Goldbach und Wiesthal (August 2016)
Signalanlieferung zwischen Goldbach und Wiesthal (August 2016)

Service

Gesamtbroschüre zur Ausbaustrecke Hanau–Nantenbach

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